STUTTGART/RAVENSBURG – Gute Nachrichten für die Kommunen im Wahlkreis Ravensburg-Tettnang: Aus dem Ausgleichstock des Landes Baden-Württemberg fließen im Förderjahr 2026 rund 5,16 Millionen Euro in 19 Städte und Gemeinden. Das Programm unterstützt gezielt finanzschwache Kommunen dabei, dringend notwendige Infrastrukturvorhaben zu verwirklichen.
Insgesamt brachte der Verteilungsausschuss beim Regierungspräsidium Tübingen unter Vorsitz von Regierungspräsident Klaus Tappeser die Rekordsumme von 50 Millionen Euro im gesamten Regierungsbezirk auf den Weg – acht Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Förderschwerpunkte sind in diesem Jahr Schulen und Kindergärten, insbesondere für die Ganztagsbetreuung an Grundschulen, sowie Feuerwehrhäuser und Feuerwehrfahrzeuge.
Die größten Zuschüsse im Wahlkreis Ravensburg-Tettnang gehen an die Gemeinde Fronreute mit 950.000 Euro für die Sanierung und den Erweiterungsbau des Rathauses in Blitzenreute, an Baienfurt mit 900.000 Euro für die Erweiterung der Achtalschule sowie an Hoßkirch mit 860.000 Euro für den Umbau des Rathauses zu einem Kinderhaus. Weitere bedeutende Beträge erhalten Weingarten (700.000 Euro für den Erweiterungsbau der Schule am Martinsberg) und Berg (320.000 Euro für den Neubau eines Bauhof-Gebäudes).
„Diese Mittel sind ein starkes Signal für gleichwertige Lebensverhältnisse in unserer Region. Gerade in Zeiten angespannter kommunaler Haushalte ermöglicht der Ausgleichstock unseren Städten und Gemeinden Investitionen in das, was vor Ort wirklich zählt – in Schulen, in die Kinderbetreuung und in den Brandschutz. Wir freuen uns sehr, dass so viele Kommunen im Wahlkreis profitieren“, erklären die Landtagsabgeordneten des Wahlkreises Ravensburg-Tettnang, Antje Rommelspacher (CDU) und Anna Wiech (Bündnis 90/Die Grünen).
„Der Ausgleichstock ist ein verlässliches Instrument der Solidarität zwischen Land und Kommunen. Es ist erfreulich, dass unsere Region in diesem Jahr in besonderem Maße bedacht wird. Hinter jeder Zahl steht ein konkretes Projekt, das den Menschen vor Ort zugutekommt. Das ist gelebte kommunale Daseinsvorsorge“, betonen die beiden Politikerinnen.
Beide Abgeordnete danken den Verantwortlichen in den Kommunen für ihr Engagement und dem Regierungspräsidium Tübingen für die zügige Bearbeitung der Anträge.
Die geförderten Vorhaben im Wahlkreis 69 im Überblick
Folgende Städte und Gemeinden erhalten 2026 Zuschüsse aus dem Ausgleichstock:
- Altshausen: Neubau Schulkindbetreuung – 250.000 €
- Baienfurt: Erweiterung Achtalschule – 900.000 €
- Berg: Neubau eines Bauhof-Gebäudes – 320.000 €
- Boms: Anteil Neubau Schulkindbetreuung Altshausen – 40.000 €
- Ebenweiler: Umgestaltung Schulhof und Spielplatz – 15.000 €
- Ebersbach-Musbach: Beschaffung Feuerwehrfahrzeug (MLF) – 140.000 €
- Eichstegen: Anteil Neubau Schulkindbetreuung Altshausen – 30.000 €
- Fleischwangen: Dachsanierung Feuerwehr und Notstromkonzept – 55.000 €
- Fronreute: Sanierung und Erweiterungsbau Rathaus Blitzenreute – 950.000 €
- Horgenzell: Ausbau Ortsstraße Wilhelmskirch mit Neubau Gehweg – 125.000 €
- Hoßkirch: Umbau Rathaus zu Kinderhaus – 860.000 €
- Königseggwald: Beteiligung Schulbaufinanzierung Bildungszentrum Wilhelmsdorf – 15.000 €
- Meckenbeuren: Objektschutzmaßnahmen an kommunalen Gebäuden in Kehlen – 230.000 €
- Neukirch: Tagespflege auf dem Land – Erwerb von Räumlichkeiten – 200.000 €
- Riedhausen: Breitbandausbau – 160.000 €
- Schlier: Sanierung Schulsportanlage der Grundschule – 45.000 €
- Weingarten: Erweiterungsbau Schule am Martinsberg (Ganztagsbetreuung) – 700.000 €
- Wilhelmsdorf: Modernisierung des Weges zur Wanne – 45.000 €
- Wolpertswende: Anschaffung Bauhoffahrzeug inkl. Winterdienstausstattung – 80.000 €
Hintergrund
Der Ausgleichstock ist Teil des kommunalen Finanzausgleichs in Baden-Württemberg. Mit ihm unterstützt das Land vor allem die Infrastruktur und die Wirtschaft der Gemeinden im ländlichen Raum. Ziel des Programms ist es, gleichwertige Lebensbedingungen innerhalb der Städte und Gemeinden zu schaffen. Im Regierungsbezirk Tübingen wurden in diesem Jahr 157 Förderanträge gestellt; über die Verteilung entscheidet ein Verteilungsausschuss mit Vertreterinnen und Vertretern des Regierungspräsidiums sowie des Gemeinde-, Städte- und Landkreistags.

Förderschwerpunkte sind in diesem Jahr Schulen und Kindergärten (Fotos: das Kinderhaus im Rathaus Hoßkirch), insbesondere für die Ganztagsbetreuung an Grundschulen, sowie Feuerwehrhäuser und Feuerwehrfahrzeuge.