STUTTGART/RAVENSBURG – Die EU und das Land helfen Frauen mit
Migrationserfahrung, beruflich Fuß zu fassen: 253.000 Euro erhält das Projekt
„Frauenstark“ der Arkade/Pauline 13 GmbH in Friedrichshafen und Ravensburg.
Insgesamt gehen 3,3 Millionen Euro an 18 landesweite Projekte.
Grundlage ist die Förderlinie „Perspektive Arbeit – Aufwind für Frauen mit Migrationserfahrung“ des
Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus). Knapp 3 Millionen Euro stammen aus EU
Mitteln und etwa 300.000 Euro aus Landesmitteln. Die Projektlaufzeit dauert von Juni 2026 bis Dezember 2028.
Dazu erklären Antje Rommelspacher (CDU) und Anna Wiech (Bündnis 90/Die
Grünen), die beiden neu gewählten Landtagsabgeordneten: „Frauen mit
Migrationserfahrung sind auf dem Arbeitsmarkt nach wie vor unterrepräsentiert.
Dabei bringen sie viele Fähigkeiten und Erfahrungen mit, die unsere Gesellschaft
stärken. Dieses Potenzial müssen wir besser nutzen – auch mit Blick auf den
Mangel an Fachkräften.“ Ziel der geförderten Projekte ist es, Frauen fit für den
Arbeitsmarkt in Baden-Württemberg zu machen. Sie wollen gezielt begleitet und
ermutigt werden, ihre Fähigkeiten auszubauen und den ihren eigenen beruflichen
Weg zu gehen.
„In Baden-Württemberg liegt die Erwerbsquote von Frauen mit
Migrationshintergrund bis zu 14 Prozent unter der von Frauen ohne
Migrationshintergrund“, so Wiech und Rommelspacher. „Oft liegt es an
strukturellen Hürden wie fehlender Kinderbetreuung, Problemen bei der
Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse oder schlicht daran, dass die
Betroffenen sich zu wenig im deutschen Bildungs- und Beschäftigungssystem
auskennen. Genau hier setzen die geförderten Projekte an. Der Handlungsbedarf
ist groß.“
Hintergrundinformationen:
Der Europäische Sozialfonds Plus (ESF Plus) ist auch in der Förderperiode 2021-2027 das wichtigste Finanzierungs- und Förderinstrument der Europäischen Union (EU) für Investitionen in Menschen. Er zielt darauf ab, die Beschäftigungs- und Bildungschancen in der EU zu verbessern. Dafür stellt der Europäische Sozialfonds den Mitgliedstaaten bereits seit 1957 Mittel zur Verfügung. Eines seiner wichtigsten Ziele ist es, zu einem sozialeren Europa beizutragen und die Europäische Säule sozialer Rechte, die EU-Grundrechtecharta und die UN-Behindertenrechtskonvention in die Praxis umzusetzen.
In Baden-Württemberg konzentriert sich der ESF Plus insbesondere auf die Förderung von nachhaltiger Beschäftigung, lebenslangem Lernen und Fachkräftesicherung sowie auf die Förderung von sozialer Inklusion, gesellschaftlicher Teilhabe und auf die Bekämpfung von Armut. Dem Land Baden-Württemberg stehen in der Förderperiode 2021-2027 rund 218 Millionen Euro für ESF-Plus-Maßnahmen zur Verfügung.
Weitere Informationen unter www.esf-bw.de